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Bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Ringen der Schüler am Samstag in Darmstadt-Arheilgen wurde
der KSV Köllerbach vom ASV Hof abgelöst, die Franken holten sich mit einem 25:15-Finalsieg über den
KSV Unterelchingen erstmals den Titel. Für den KSV Köllerbach, der durch ein 15:21 gegen den ASV Hof das Finale
verpasste, reichte es am Ende nur zu Rang vier, denn im „kleinen Finale“ mussten sich die Saarländer dem
KSV Hemsbach überraschend mit 17:21 geschlagen geben.
Nachdem sich die Trainer Ismail Güner (in Thaleischweiler 2011) und Murat Koc (in Rimbach 2010) in den
beiden letzten Jahren die Mannschaftsbetreuung auf der DMM immer aufteilten und nur einer von ihnen anwesend war,
gingen sie dieses Jahr mit geballter Kraft und mit der Unterstützung von Neu-Trainer Volker Bauer zu Dritt ans Werk.
Nach Platz zwölf im Vorjahr hatten sich die Trainer Ismail Güner, Murat Koc und Volker Bauer vom KSV Hemsbach
diesmal „Platz sechs“ zum Ziel gesetzt, dabei war der 6. Platz schon ein riesen Traum. Natürlich konnte dies
mit etwas Losglück gelingen. Keiner der gehandelten und teilweise auch selbsternannten Favoriten, wie der Titelverteidiger
aus Köllerbach, KSC Hösbach, KG Küstenringer oder der spätere Sieger ASV Hof solltenaus dem Lostopf (Glücksrad)
gezogen werden. Dass es aber am Ende zu Bronze reichte, war für die Talente desKSV eine kleine Sensation.
Dabei hatte es für die Hemsbacher keineswegs gut begonnen: Zum Auftakt musste der KSV eine 12:27
Niederlage gegen den württembergischen Vizemeister und späteren deutschen Vizemeister KSV Unterelchingen einstecken.
Da lag der KSV schnell mit 0:19 zurück, da die leichten Gewichtsklassen,bedingt auch durch die Aufregung und
Nervosität, unter ihren Möglichkeiten blieben. Zu dem kam der Ausfall im Schwergewicht hinzu, so das der erst 10 jährige
Tugkan Öz mit seinen maximal 55 kg gegen viel schwerere und körperlich stärkere und ältere meist das Nachsehen hatte.
Nicht desto trotz zeigte er eine kämpferisch Fantastische Leistung. Für eine kleine Aufholjagd sorgten dann die an diesem
Tage überragenden Dominik Bauer, Alp Güner und Lukas Rettig und verkürzten auf 12:19. Doch die Schwaben
machten mit zwei Schultersiegen alles klar.
Vorjahres-Vize TSV Westendorf war der nächste Gegner, wo es nach acht Kämpfen 15:15 stand, hierbei zeigte Sergen
Karakaya endlich sein „wahres Gesicht“ und besiegte durch sein taktisches Geschick Daniel Joachim mit 3:0. Zu dem kam
der Schultersieg von Oliver Pfrang hinzu, der an diesem Tag enorm wichtig für seine jungen Sportskamaraden war. Für
die Entscheidung von 22:17 sorgten dann Alp Güner und Lukas Rettig mit ihren Siegen. Beim sicheren 24:13-Sieg
gegen Ausrichter SG Arheilgen, schlugen auch die beiden Punktegaranten Feriz und Blerim Hyseni endlich zu. Somit
reduzierte sich das Achterfeld in der Gruppe A auf vier Teams.
Platz 8 war dem KSV Hemsbach nun sicher. In der Kabinenansprache schwörte man sich noch einmal richtig ein und
machte sich auf den nächsten Sieg heiß.
Der nächste Gegner war kein geringerer wie einer der Topfavoriten und frühere Meister KSC Hösbach, der auch in den
letzten Jahren immer wieder gute Plätze landete. Nun lief der „KSV Motor“ auf Hochtouren. In seiner aus
der nordbadischen Schülerverbandsrunde bekannten und unnachgiebigen Art, liefen die Jungs zu Höchstleistungen auf.
Jetzt zeigten die „drei, kleinen Leichtgewichtler“ was für drei Riesentalente sie sind. Sergen Karakaya, Feriz und
Blerim Hyseni holten 3 Schultersiege binnen 5:22 Minuten., Zudem kamen noch die Siege von Oliver Pfrang, D. Bauer,
Alp Güner und Lukas Rettig. Furkan Yasar ersetzte bei seiner Niederlage Manuel Bauer, der geschont wurde. So kam
der KSV durch die zusätzlichen Niederlagen von Rico Bauer und Tugkan Öz zu einem ungefährdeten 28:12-Erfolg über
KSC Hösbach.
Die Kabinenansprache hatte gefruchtet. Nun wurde aus der Sache ein Aberglaube. I. Güner und M. Koc nahmen den
gleichen Weg, (um die Matte 2 herum usw.) wie zu vor um in die Kabine zu gelangen. Die Mannschaft wartete auf die
Trainerschaft. Nun gab es ein letztes Lob von allen drei Trainern, für den Rest sorgte die Mannschaft selbst...Der KSV
hatte die Chance, um eine Medaille zu kämpfen. Dazu mussten die Hemsbacher den württembergischen Meister
ASV Schwäbisch-Hall, der zuvor gegen Unterelchingen seine erste Niederlage (12:28) bezogen hatte, aus dem Weg
räumen. Nach einem schnellen 0:7-Rückstand hatte der KSV-Nachwuch aber das Geschehen sicher in der Hand, auch
begünstigt durch die tollen Siege von Rico und Manuel Bauer siegte man am Ende mit einem sicheren 26:11-Erfolg und
zog ins „kleine Finale“ ein.
Im kleinen Finale gegen Titelverteidiger KSV Köllerbach ging es dort spannend zu. Im Auftaktkampf zeigte S. Karakaya
einmal mehr, was für eine „Granate „ er eigentlich sein kann, wenn er will. Nach einer schnellen 0:6 Abgabe der
1. Runde,drehte der 3 Jahre jüngere auf und besiegte den völlig überforderten Nico Hauch nach Punkten. Dieser Sieg
war nicht einkalkuliert und daher umso erfreulicher. Tugkan Öz verlor gegen L. Schuler auf Schulter. Blerim Hyseni
landete 17 Sekunden vor dem Ende seiner Partie einen grandiosen Schultersieg gegen Henrik Schmitt. Die KSV Ecke und
die Mannschaft tobte vor Freude. Eine unglückliche Schulterniederlage handelte sich O.Pfrang gegen Marco Busch ein und
auch F. Hyseni hatte gegen Jonas Krämer keinerlei eine Chance. So stand es nach fünf Kämpfen 7:13. Alp Güner
(gegen Jan Schmeer) und Dominik Bauer (Süheyl Aktas) konnten bei ihren Siegen leider „nur“ mit 3:0-Punkten siegen.
Beiden fehlte nach 2 Runden jeweils nur ein einziger Punkt, um die volle Punktzah von 4 Punkten für die
Mannschaftswertung einzustreichen. Im nächsten Kampf besiegte Manuel Bauer in einem dramatischen und schönen
Kampf Covorun Wiland durch einen Schultersieg. Der Hembacher verlor die erste Runde mit 1:6 stand zu dem sehr lange
in der Kopfbrücke. In der zweiten Runde ging er in Führung und schulterte am Ende den Köllerbacher.
Die Schulterniederlage seines Bruders Rico gegen Markus Kartes war einkalkuliert und schmerzte nicht all zu sehr .
Nun stand es vor dem letzten Kampf zwischen Lukas Rettig gegen den amtierenden deutschen Meister Robin Reiber
17:17 unentschieden. Die Hemsbacher wußten, dass R. Reiber gegen einen Sportler eine Schulterniederlage einstecken
mußte, den aber L. Rettig geschultert hatte. Also, da ging was, da war was drinnen. Dieser Kampf überbot alles, der sonst
so besonnene und ruhige Trainer I. Güner ging ab wie ein HB-Männchen. Die Mannschaft und die beiden anderen Trainer
peitschten ihren Jungen nach Vorne. Nach einer schnellen 4:0 Führung für den Köllerbacher, griff der DM 12. L. Rettig
zum ersten Mal zu seiner Wunderwaffe (Kopfhüftzug). Der Pausengong rettete den Saarländer aus der brenzligen
Situation. Die Runde ging mit 4:3 an Robin Reiber. In Runde zwei ging der erste Punkt auch an R. Reiber. I. Güner
nuschelte vor sich hin und indirekt in Richtung seiner Kollegen,
„ er (damit war Lukas Rettig gemeint) kriegt ihn noch, er verpasst ihm noch einmal einen“.
Anscheinend hat er damit recht gehabt. L. Rettig setzte den nächsten KH, aus dem der amtierende deutsche Meister nicht
mehr herauskam.Nun gab es kein Halten mehr, die ganzen Trainer, die Betreuer,die Väter und die grandiose Mannschaft
stürmte die Matte und umarmte den Helden Lukas Rettig ganz innig. Begleitet wurde die dieser Siegestaumel von
applaudierenden , fairen Gegner und deren Anhang. Vielen Dank!
Die Bronzemedaille war auf dem ersten Blick eine riesen Überraschung, aber bei richtigem Hinsehen war es der verdiente
Lohn für eine akribische Arbeit von ca. 4-6 Jahren und aufopferungsvolle Mannschaftsleistung von
Sergen Karakaya, Feriz Hyseni,Enes Gül,Blerim Hyseni,Dominic Weickinger, Alp Güner, Rico Bauer,
Malik Gül, Lukas Rettig,Dennis Eder, Manuel Bauer,Furkan Yasar,Domik Bauer, Oliver Pfrang,
Bünyamin Yurdaer und Tugkan Öz.

Köllerbach entsetzt, Hemsbach im Jubel: Lukas Rettig landete den ausschlaggebenden Schultersieg im letzten Kampf gegen den amtierenden deutschen Vizemeister Robin Reiber.

Die Sensation schlechthin: Der Vorjahres-Zwölfte KSV Hemsbach freute sich bei der deutschen Schüler-Meisterschaft über die Bronzemedaille



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