Olympiasieger Taha Akgül besucht KSV Hemsbach im Training


Der türkische Olympiasieger im Ringen, Taha Akgül, nahm in den vergangenen Tagen an einem Sondertraining in Hemsbach teil. Zu verdanken ist dieser Besuch dem Schülertrainer des KSV, Ismail Güner, welcher den Kontakt zu dem Ausnahmesportler herstellte. Taha Akgül steht derzeit in der deutschen Ringer-Bundesliga für die RKG Reilingen-Hockenheim auf der Matte, 2016 gewann er in Rio die olympische Goldmedaille bis 125kg im freien Stil.

Der im türkischen Sivas geborene Taha Akgül wurde bereits 7 mal Europameister, 2 mal Weltmeister und siegte 2016 bei den olympischen Spielen in Rio. Zudem gewann er alle weiteren möglichen Titel im Ringen mindestens einmal. Neben seiner Karriere als aktiver Ringer steht auch in seiner akademischen Laufbahn der Sport im Vordergrund. Nachdem er sein Sportstudium erfolgreich abgeschlossen hat, promoviert er gerade an der Cumhuriyet Universitesi in Sivas zum Thema Sportwissenschaften.

Durch die Einladung des Spitzensportlers zum Training versuchen die Verantwortlichen des KSV dem Ringernachwuchs Vorbilder nahezubringen. Dies ist in anderen Sportarten nur schwer oder kaum möglich. Mit gutem Beispiel voran hieß es dann auch beim Training, welches Akgül selbst leitete. Davon gab es allerdings für die jungen Sportler des KSV noch die Möglichkeit, einige fragen an den Goldolympioniken zu stellen.


Einige dieser Fragen lauteten wie folgt:

F: Wie oft trainierst du am Tag?
A: Vor den Wettkämpfen 2-3 mal am Tag.

F: In welchem Alter hast du mit dem Ringen angefangen?
A: Erst mit 12 Jahren, was in der Türkei aber nicht außergewöhnlich ist.

F: Warst du vor deinem Finalkampf in Rio aufgeregt?
A: Ich war sehr aufgeregt und konnte während des gesamten Wettkampfs bis zum Finale 7 Stunden lang nichts essen.

F: Welche sind deine Spezialtechniken?
A: Im Standkampf ist der Beinangriff und in der Bodenlage die Beinschraube meine Spezialtechnik.


Nach der Fragerunde und intensivem Aufwärmen unter der Leitung von Taha Akgül, komplettierten die Vorführung seiner Spezialtechniken und einige Trainingskämpfe mit den Nachwuchsringern das Training. Abschließend gab es noch die Gelegenheit, sich eine Autogrammkarte unterschreiben zu lassen sowie gemeinsame Bilder mit dem Ringerstar zu machen. Die KSV Verantwortlichen bedankten sich nach dem Training mit einigen Geschenken bei Akgül für sein Kommen.

Der Gastronomiebesitzer und Unterstützer des KSV Hemsbach Ergün Umur hatte die Vereinsvertreter, Taha Akgül und den Profiboxer Hüseyin Cinkara am Abend noch zu einem Essen in seinem Restaurant in die Heidelberger Bahnstadt eingeladen. In sportbetonter Runde teilten die beiden Topathleten dabei Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Karriere mit den Beteiligten.

 

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